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Intervention im öffentlichen Raum in Trun
Projekt

Trun, eine der ältesten Siedlungen in der Surselva mit tiefen rätoromanischen Wurzeln, steht heute vor der Herausforderung, eine stark vom Durchgangsverkehr dominierte Hauptstrasse wieder als Ort der Begegnung zu beleben. Um dem verödeten Strassenraum seine soziale Qualität zurückzugeben, setzt das Projekt «Via Viva» auf gezielte, minimale Architektureingriffe statt grosser Neubauten. Als erste Etappe dienen zwei bestehende Durchbrüche als Verbindungselemente, die neue Blickbezüge schaffen, den Strassenraum aufbrechen und kleine Oasen der Ruhe entstehen lassen. Durch die Nutzung lokaler Baukultur und ortsgebundener Materialien werden bestehende Raumstrukturen aktiviert und die historische Identität des Dorfes gestärkt. So verwandelt sich die Hauptstrasse schrittweise von einer reinen Verkehrsachse in eine lebendige Lebensader, die den Bewohnerinnen und Bewohnern als Raum für Begegnung, Kultur und gelebtes Miteinander dient.

Entwurfsemester bei Philipp Imboden, Adriana D’Inca, Lucrezia Vonzun, Georgi Nikolaev Georgiev

Architektur: Samuel N. Wiermer