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Ørestad und Nordhavn im Vergleich
Publikation
Kopenhagen gilt seit Jahren, in Europa, als Vorbild für nachhaltige Stadtentwicklung. Die dänische Hauptstadt verfolgt das Ziel, bis 2025 klimaneutral zu werden, und nutzt gross angelegte Stadtentwicklungsprojekte, um neue Formen urbanen Lebens zu erproben. Die Stadtverwaltung Kopenhagen gibt inzwischen zu, dass dieses Ziel bis 2025 nicht vollständig erreicht wird. Es wird geschätzt, dass im Jahr 2025 noch ca. 600‘000 Tonnen CO2-Äquivalent an Emissionen verbleiben könnten, das entspricht ungefähr 20-25% der Emissionen von 2010. Gründe dafür sind unter anderem eine langsamere Umstellung bei Mobilität und Verkehr sowie fehlende ausreichende Finanzierung für eine geplante grosse Carbon-Capture-Anlage (Kohlestoffabscheidung) bei der Abfall-/Energieanlage. Gleichzeitig wird ein neuer Zielhorizont definiert. Mit dem Climate Plan 2035 will Kopenhagen bis 2035 klimapositiv werden (das heisst mehr CO2 entfernen als ausstossen). Besonders die Quartiere Ørestad und Nordhavn stehen exemplarisch für zwei unterschiedliche Ansätze im Umgang mit Architektur, Städtebau und sozialem Zusammenleben. Während Ørestad seit den 1990er-Jahren als geplantes Stadtviertel auf der grünen Wiese entstand, wird Nordhavn seit den 2010er-Jahren als ehemaliges Hafenareal schrittweise transformiert.
Mit dieser Arbeit untersuche ich, wie sich die unterschiedlichen Planungsstrategien auf räumliche Qualitäten, Nutzungsmischungen und soziale Lebendigkeit auswirken. Im Mittelpunkt steht die Frage, inwiefern Architektur und Städtebau das alltägliche Zusammenleben beeinflussen und welche Lehren aus den beiden Projekten für zukünftige Stadtentwicklung gezogen werden können.
Texte: Samuel N. Wiermer
Gestaltung: Samuel N. Wiermer