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Tektonik, Typologie, Topologie
Publikation

Die Vorliegende Semesterarbeit untersucht das Zusammenspiel der drei architekturtheoretischen Kernbegriffe Tektonik, Typologie und Topologie in der zeitgenössischen Baukultur. Ziel der Untersuchunf ist es, zu analysieren, wie diese Konzepte über ihre klassische Definition hinaus als integrierter Ansatz für eine nachhaltige, soziale strukturierte und räumlich vernetzte Architektur dienen können. Im theoretischen Teil der Arbeit werden die Begriffe zunächst entfaltet. Tektonik wird dabei als sichtbare Materiallogik und Ausdruck von Nachhaltigkeit (Re-Use) betrachtet, Typologie als strukturgebendes, aber zunehmend fluider werdendes Prinzip von Nutzung und Organisation und Topologie als relationales Denken von Raumkontinuitäten und Übergängen. Anhand von vier ausgewählten Fallstudien (i) dem Kunsthaus Bregenz (Österreich), (ii) dem Hobelwerk Oberwinterthur (Schweiz), (iii) dem Schulhaus Grono (Schweiz) und (iv) dem Wohnkomplex Gallaratese Mailand (Italien), wird die praktische Umsetzung dieser theoretischen Ebenen überprüft. Die methodische Untersuchung kombiniert dabei die qualitative Literaturarbeit mit empirischern Feldbegehungen und direkter Beobachtungen vor Ort.

Die Ergebnisse zeigen, dass eine zukunftsfähige Architektur nicht allein durch statische Bauweisen, sondern durch das bewusste Ausbalanciere von Konstruktion (Tektonik), Programmatik (Typologie) und räumlicher Beziehungen (Topologie) entsteht. Die Arbeit leistet damit einen Beitrag zur Diskussion über Gestaltungsprinzipien, die ökologische Kreislaufwirtschaft mit sozialer Interaktion und räumlicher Offenheit verknüpfen.

Texte: Samuel N. Wiermer
Gestaltung: Samuel N. Wiermer