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Wohnüberbauung in Chur
Projekt
Unmittelbar beim Quartier Welschdörfli entsteht eine neue urbane Überbauung, die Wohnen und Arbeiten für eine sich ändernde Gesellschaft miteinander verbindet. Das dreiteilige Ensemble umfasst 14 Wohnungen, sieben Atelierwohnungen sowie ein öffentliches Atelier, die sich flexibel an individuelle Bedürfnisse anpassen lassen. Von den postmodernen Arkaden führt der Weg über einen begrünten Innenhof direkt zu den überhohen Wohnateliers im Erdgeschoss, während drei vertikale Stampflehm-Kerne mit zwei Wendeltreppen und einem Lift die Laubengänge der darüberliegenden Geschosse erschliessen. Das Gebäudekonzept basiert auf einer durchdachten Mischbauweise, bei der Erdgeschoss, erstes Obergeschoss und Erschliessungskerne aus massivem Stampflehm bestehen. Das Innenleben der Ateliers ist als eigenständige Holzständerkonstruktion ausgeführt, was spätere Anpassungen ohne Eingriff in die tragende Struktur erlaubt, während die oberen Geschosse mit präfabrizierten Holzrahmenelementen gefertigt werden. Der Baustoff Lehm zieht sich als zentrales Element durch das gesamte Projekt, sei es als Stampflehmboden an den Innendecken, als Lehmbauplatten mit Lehmputz in den Ateliers oder als gemauerte Lehmziegelwände ab dem zweiten Obergeschoss. Dadurch werden das Raumklima und die Behaglichkeit spürbar gefördert, während die massiven Stampflehmwände zugleich einen effektiven sommerlichen Wärmeschutz bieten. Um dem hohen Flächenverbrauch in der Schweiz nachhaltig entgegenzuwirken, setzt das Ensemble auf kompakte, flexible Grundrisse, die vielfältige Nutzungsszenarien bei optimierter Flächeneffizienz erlauben, wie etwa bei der 2.5-Zimmer-Wohnung mit 47.0 m² oder der 4.5-Zimmer-Wohnung mit 80.5 m².
Entwurfsemester bei Sonja Grigo, Franco Pajarola, Matthias Alder, Marco Ganzoni
Architektur: Samuel N. Wiermer + Thomas Köhl