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Dorfanalyse von Zizers
Analyse
Das Strassendorf Zizers liegt in einer flachen Hanglage umgeben von Bergen und Weinbaugebieten 10 km nördlich der Hauptstadt von Graubünden. Auf der rechten Rheinseite erstreckt sich das Territorium vom Rhein über einen von der Schlundrüfi und Chessirüfi zerfurchten Hang bis an die Wasserscheide zum Valzeinertal und erreicht am Cyprianspitz mit 1774 m die höchste Höhe über Meer. Das ebenfalls früher zu Zizers gehörende Gebiet links vom Rhein hat sich im Jahre 1854 abgetrennt und als Gemeinde Mastrils verselbstständigt.
Das an der Hauptverkehrsroute der Deutschen Strasse, der Verbindung vom Bodenseeraum nach Chur und weiter zu den Bündner Alpenpässen, gelegene Dorf erscheint urkundlich 824 als Zizuris. Anno 955 schenkte Otto der Grosse den Königshof zu Zizers samt der zugehörigen Kirche dem Bistum Chur. Dieser Königshof wurde im Jahr 2010 zufällig bei Grabungsarbeiten entdeckt, restauriert und 2015 feierlich wieder eingeweiht.
Die Wirtschaft des kleinstädtisch anmutenden Dorfes bestand seit je her aus Landwirtschaft und verschiedenen Handwerkszweigen. Dank der verkehrstechnisch guten Lage florierten auch Handel und Gastgewerbe. 1519 wurde das Hochgericht Vier Dörfer im Gotteshausbund mit Zizers als Hauptort gegründet. 1646 erreichte Zizers die volle Souveränität innerhalb der Drei Bünde. Seit dem 17. Jahrhundert sind in der Gemeinde beide staatlich anerkannten Konfessionen vertreten.
Die Bevölkerung hat sich seit 1850 mit 925 Einwohnern stetig entwickelt. Im Jahre 2023 zählte Zizers 3588 Einwohner und bildet mit dieser überschaubaren Anzahl Einwohner eine herzliche Gemeinschaft. Das Dorf ist verkehrstechnisch sehr gut erschlossen. Über die eigene Bahnstation und den Busbetrieb ist das Zentrum von Chur und Landquart bequem erreichbar. Auch für den Individualverkehr sind ideale Voraussetzungen geschaffen. Die direkte Anbindung an die A13 verbindet die Gemeinde mit den Wirtschaftszentren in Zürich und St. Gallen aber auch mit dem Wirtschaftsraum Tessin und Norditalien. Die vorhandenen Infrastrukturen und die intakten Naherholungsgebiete machen die Gemeinde zum lebenswerten Wohnsitz.
Analyse von Zizers durch: Samuel N. Wiermer
Analysedokument erstellt durch: Samuel N. Wiermer